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26. März 2013

Ramón "Bebo" Valdés in Stockholm gestorben

Ramón "Bebo" Valdés ist am 22. März im Alter von 94 Jahren in Stockholm gestorben. Der mehrfache Grammy-Gewinner Valdés war eine der wichtigsten Figuren des Latin Jazz. Er lebte seit 2007 in Benalmádena bei Marbella und war zuletzt an Alzheimer erkrankt. 





Ramón Emilio „Bebo“ Valdés Amaro wurde am  9. Oktober 1918 in Quivicán / Kuba geboren. Er  startete seine Karriere in den 1930er Jahren in den Nachtbars von Havanna, wo er schnell zu internationaler Berühmtheit gelangte. Er arbeitete unter anderem mit Nat King Cole und Rita Montaner und als musikalischer Direktor des Nachtclubs Tropicana in der kubanischen Hauptstadt. Im Oktober 1960 emigrierte er nach Mexiko und anschließend in die USA, während seine Familie in Kuba blieb. Bei einer Konzerttournee nach Europa verliebte er sich 1963 in die Schwedin Rose Marie Pehrson, die seine zweite Ehefrau wurde und an deren Seite er sich in Stockholm niederließ. Dort arbeitete er als wenig beachteter Pianist in Restaurants, Hotels und auf Ausflugsschiffen. Seit seiner Auswanderung 1960 kehrte Bebo Valdés kein einziges Mal nach Kuba zurück. Nach eigener Aussage wollte er dies erst nach Ende der Castro-Herrschaft tun, da er „Diktaturen nicht ausstehen“ könne. Trotz seiner klaren politischen Ablehnung würdigten ihn auch die von der Kommunistischen Partei kontrollierten Medien auf der Insel als großen kubanischen Künstler.