Lee Konitz wurde am 13. Oktober 1927 in Chicago geboren. Auf dem Altsaxophon stellte er am Ende der 1940er Jahre den einzigen originären Beitrag neben Charlie Parker dar und zugleich beginnend mit seiner ersten Einspielung von Subconscious-Lee „den wichtigsten neuen Einfluss nach diesem“. In seiner motivischen Arbeit erreichte die Solo-Improvisation Martin Kunzler zufolge „einen ästhetischen und inhaltlichen Höhepunkt.“ Mit seiner linearen Spielhaltung prägte der neben Lennie Tristano „bedeutendste Cool-Innovator“ Musiker wie Paul Desmond oder Bill Evans ebenso wie Hans Koller und Albert Mangelsdorff und schließlich sogar Avantgardisten wie Anthony Braxton.
Das German Jazz Trophy wird seit 2001 jährlich von der Kulturgesellschaft Musik+Wort e.V., der Jazzzeitung und der Sparda-Bank Baden-Württemberg verliehen. Zuletzt ging der Preis in Form einer Skulptur des verstorbenen Stuttgarter Künstlers Otto Herbert Hajek an die Pianisten Monty Alexander und Jacques Loussier, den Geiger Jean Luc Ponty, die US-amerikanische Pianistin und Komponistin Carla Bley und den Trompeter Kenny Wheeler.
