Glenn Gould wurde posthum mit einem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er ist einer von sieben Künstlern, die 2013 den Lebenswerk-Grammy erhielten. Die Grammys wurden am 10. Februar in Los Angeles verliehen. Glenn Gould gilt als einer der herausragenden Bach-Interpreten und erspielte sich bereits vier Grammys, u.a. für seine Einspielungen der Goldberg-Variationen und der Klaviersonaten Nr. 12 & 13 von Beethoven. Glenn Gould, der am 4. Oktober 1982 an den Folgen eines Schlaganfalls starb, erhält nun posthum den fünften Grammy für sein Lebenswerk.
Geboren wurde Glenn Gould am 25. September 1932 in Toronto. Nachdem er bereits früh das Klavierspiel von seiner Mutter erlernt hatte, die entfernt mit dem Komponisten Edvard Grieg verwandt war, besuchte er ab dem Alter von zehn Jahren das Royal Conservatory of Music in Toronto. Dort studierte er Klavier bei Alberto Guerrero, Orgel bei Frederick C. Silvester und Musiktheorie bei Leo Smith. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1955 mit seinem USA-Debüt in New York. Nur Tage später wurde er für das Label Columbia Records verpflichtet, dem er bis an sein Lebensende treu blieb; es entstand die berühmte erste Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Zwischen 1955 und 1964 konzertierte Gould ausgiebig in Nordamerika und Europa, darunter auch eine Serie legendärer Auftritte in der Sowjetunion 1957.
Geboren wurde Glenn Gould am 25. September 1932 in Toronto. Nachdem er bereits früh das Klavierspiel von seiner Mutter erlernt hatte, die entfernt mit dem Komponisten Edvard Grieg verwandt war, besuchte er ab dem Alter von zehn Jahren das Royal Conservatory of Music in Toronto. Dort studierte er Klavier bei Alberto Guerrero, Orgel bei Frederick C. Silvester und Musiktheorie bei Leo Smith. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1955 mit seinem USA-Debüt in New York. Nur Tage später wurde er für das Label Columbia Records verpflichtet, dem er bis an sein Lebensende treu blieb; es entstand die berühmte erste Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Zwischen 1955 und 1964 konzertierte Gould ausgiebig in Nordamerika und Europa, darunter auch eine Serie legendärer Auftritte in der Sowjetunion 1957.
Zunehmend wurde Glenn Gould jedoch des Konzertierens überdrüssig, da er die Art des Konzertes eines einzelnen Künstlers vor einer großen Menge von Menschen für den Künstler unwürdig und für die Musik ungeeignet hielt. Daher konzentrierte er sich ab 1964 ganz auf die elektronischen Medien und gab bis zu seinem Tod kein einziges öffentliches Konzert mehr. Es entstanden weiterhin zahlreiche Tonaufnahmen für CBS, daneben Ton- und auch Filmaufnahmen für die kanadische Rundfunkgesellschaft CBC, sowie drei Dokumentar-Hörspiele für eben diese. Gould hatte großes Interesse am Aufnahmeprozess und besaß daher ein eigenes Tonstudio, in dem er die Auswirkungen des Zusammenschneidens einer Aufnahme aus unzähligen Versionen auf das musikalische Argument erforschte. Mit der Zeit wurde Gould immer kontrollsüchtiger, so dass selbst Zeitungs- und Fernsehinterviews von ihm selbst Wort für Wort verfasst wurden. Goulds Schriften gehören dennoch zum brillantesten, was über Musik geschrieben wurde, und sind gesammelt in zwei Bänden auch auf Deutsch erschienen.
Am 4. Oktober 1982, nur wenige Monate nach Erscheinen seiner zweiten Aufnahme der Goldberg-Variationen und wenige Wochen nach seinem 50. Geburtstag starb Gould in seiner Heimatstadt an den Folgen eines Schlaganfalls. Den enormen Erfolg dieser zweiten Aufnahme, der den der ersten noch in den Schatten stellte, konnte er nicht mehr miterleben.
Am 4. Oktober 1982, nur wenige Monate nach Erscheinen seiner zweiten Aufnahme der Goldberg-Variationen und wenige Wochen nach seinem 50. Geburtstag starb Gould in seiner Heimatstadt an den Folgen eines Schlaganfalls. Den enormen Erfolg dieser zweiten Aufnahme, der den der ersten noch in den Schatten stellte, konnte er nicht mehr miterleben.
