Clarence Smith wurde am 11. Juni 1904 in Troy, Alabama geboren. Er wuchs in Birmingham, Alabama auf. Als Kind erhielt er seinen Spitznamen, wegen seiner Vorliebe auf Bäume zu klettern. Im Jahr 1920 zog er nach Pittsburgh, Pennsylvania, wo er als Entertainer arbeitete. Er ging danach auf Tour und hatte Auftritte als Sänger, Komiker und auch als Pianist. Eine Zeit lang begleitete er die Blues-Sängerin Ma Rainey und Butterbeans & Susie. Mitte der 1920er Jahre wurde er von Cow Cow Davenport zu J. Mayo Williams für Vocalion Records empfohlen. Im Jahre 1928 zog er mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn, nach Chicago, Illinois. Dort wurde aufgezeichnet. Eine Zeitlang wohnte er mit Albert Ammons und Meade Lux Lewis im selben Mietshaus.
Am 29. Dezember 1928 war sein einflussreiches Album "Pine Top 's Boogie Woogie" fertig. Es war eine der ersten Boogie Woogie Aufnahmen, die Erfolg hatte und so den Namen der neuen Stilrichtung etablierte. Ab 1938 hatte Tommy Dorsey mit einer Big Band-Fassung des Stücks, die er „Boogie Woogie“ titulierte, einen Megahit mit über fünf Millionen verkauften Alben. Smith hatte geplant im Jahre 1929 eine weitere Aufnahme-Session für Vocalion Records zu machen. Ein Tag vor beginn der Sitzung starb er durch eine Schusswunde bei einer Streitigkeit in einem Chicagoer Tanzlokal. Man ist nicht sicher, ob der Schuss ihm selbst galt, oder ob es sich um eine verrirte Kugel handelte. "Ich sah Pinetop Blut spucken" war die berühmte Schlagzeile im Down Beat Magazin.
Clarence Smith wurde von den anderen anerkannten Boogie Woogie Pianisten wie Albert Ammons und Pete Johnson als wichtiger und maßgeblicher Einfluss für ihre eigenen Karrieren genannt. Obwohl nicht sofort erfolgreich, war "Boogie Woogie" während und nach dem Zweiten Weltkrieg so beliebt, dass es Tommy Dorsey meistverkaufte Platte wurde. Bing Crosby nahm ebenfalls eine Version dieses Songs auf. Ray Charles arrangierte "Pine Top 's Boogie Woogie" für seinen Song "Mess Around". 1975 brachte "Bob Thiele Orchestra" ein modernes Jazz-Album mit dem Titel "I Saw Pinetop Spit Blood" heraus, das eine neue Fassung von "Pinetop 's Boogie Woogie" sowie den Titelsong enthielten. 2003 nahm Gene Taylor auch eine Version von "Pinetop 's Boogie Woogie" auf seinem gleichnamigen Album auf.
