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3. August 2012

Mihaela Ursuleasa in Wien gestorben

Mihaela Ursuleasa ist im Alter von nur 33 Jahren in ihrer Wahlheimatstadt Wien gestorben. Ihre Agentin, Andreea Butucariu von European Artistic Services, Berlin, erklärte, dass Mihaela Ursuleasa am Donnerstag, den 2. August 2012 tot in ihrer Wiener Wohnung aufgefunden worden sei. Die junge Starpianistin hatte kürzlich  zwei Konzerte in Bukarest aus Gesundheitsgründen abgesagt. Todesursache ist nach ersten Ermittlungen der Wiener Polizei wahrscheinlich eine Gehirnblutung in Folge eines Sturzes. Sie hinterlässt eine sieben Jahre alte Tochter.

Mihaela Ursuleasa

Mihaela Ursuleasa wurde am 27. September 1978 in Brasov (Kronstadt) als Tochter eines Jazzmusikers und einer Sängerin geboren. Im Alter von fünf Jahren hatte sie mit dem Klavierspiel begonnen. Im Alter von 13 Jahren bekam sie vom Dirigenten Claudio Abbado ein Stipendium und studierte acht Jahre lang am Konservatorium in Wien. Bereits als Teenager gewann sie 1995 ihren ersten wichtigen internationalen Wettbewerb, den Concours-Clara-Haskil in Vevey. 1998 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen und bekam ein Jahr später ihr Diplom im Konzertfach bei Prof. Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien „cum laude“.

Darauf folgten Klavierabende im Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Köln, der Tonhalle Zürich und in der Carnegie Hall. Mihaela Ursuleasa spielte unter anderem beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, beim Orchestre National de France, beim London Philharmonic Orchestra und immer wieder bei den Wiener Symphonikern. Sie trat bei zahlreichen internationalen Festivals auf wie u.a. beim Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen und dem Beethovenfest in Warschau. Als Kammermusikerin spielte Mihaela Ursuleasa mit der Cellistin Sol Gabetta und der Geigerin Patricia Kopatchinskaja zusammen und war auch als Liedbegleiterin eine angesehene Partnerin.

Mihaela Ursuleasa 2009
Filarmonica George Enescu Bukarest

2010 wurde sie mit einem Echo Klassik in der Kategorie "Solistische Einspielung des Jahres" (19. Jahrhundert, Klavier) für ihr 2009 erschiene Debütalbum "Piano & Forte" ausgezeichnet. Im März 2011 folgte ihre ebenfalls gefeierte CD „Romanian Rhapsody“ mit Werken von Bela Bartók, Franz Schubert, George Enescu und Paul Constantinescu.