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13. Juli 2012

Klavier-Festivals Ruhr 2012 - Die Jazz-Konzerte

Mit mehr als 51.500 Besuchern, neuen Höchstwerten beim Einwerben von Sponsorgeldern und Spenden sowie mit einem ausgeglichenen Budget endet am Samstag den  14. Juli das Klavier-Festival Ruhr 2012. Trotz der Fußball-Europameisterschaft ließ sich die Zahl der Besucher sogar um 1000 leicht steigern.


Das waren die jazzkonzerten:

JazzLine: Auftakt mit Raphael Gualazzi, Abschluss mit Till Brönner

Sechs exklusive Konzerterlebnisse bot die „JazzLine“ des Klavier-Festivals Ruhr 2012. Sie begann mit dem Debüt des Sängers und Jazzpiansten Raphael Gualazzi, der beim European Song Contest im vergangenen Jahr souverän den 2. Platz erreichte. In den raffinierten Arrangements von Michael Abene spielte er in der Jahrhunderthalle Bochum eigene Songs wie Zuccherino Dolce, Grandma’s Hands, Icarus und Madness of Love, kombiniert mit Evergreens von Billy Austin, Duke Ellington und anderen. Die WDR Big Band begleitete ihn unter der Leitung von Michael Abene.


Für den erkrankten Monty Alexander und sein Trio sprang der seit langem auch in Europa gefeierte Kubaner Ramón Valle mit seinen Triopartnern Omar Rodriguez Calvo (Bass) und Owen Hart Junior (Drums) ein. Bei ihrem unverhofften Festival-Debüt in der Henrichshütte Hattingen präsentierten sie Auszüge aus Valles jüngstem Album Playground, in dem Valle sowohl seine Erfahrungen als junger Vater als auch Erinnerungen aus seiner eigenen Kindheit reflektiert.

Mit seinem aktuellen Trio trat der französisch-amerikanische Jazzpianist Jacky Terrasson beim Klavier-Festival Ruhr 2012 auf. Im Verbund mit Rashaam Carter (Bass) und Justin Faulkner (Drums) erwies er sich im Essener Filmkunsttheater „Lichtburg“ als Meister des Medleys und koppelte Stücke unterschiedlichster Couleur auf verblüffende Weise. Die Neue Ruhr Zeitung beschrieb dies als „Wechselbad aus Minimalismus und Opulenz“. Auch dem Abschlusskonzert gab Jacky Terrasson als „Piano friend“ von Till Brönner eine französische Note.

Eine Stimme, ein Konzertflügel, etwas Lässigkeit und viel Humor: Mit diesen Zutaten verzauberten Chick Corea und Bobby McFerrin bei ihrem Auftritt in der Philharmonie Essen. Genussvoll feierten der legendäre Jazzpianist und der nicht minder berühmte Stimmkünstler ein Fest der Improvisationskunst und baten dafür sogar zwei Jung-Jazzer aus dem Publikum auf die Bühne. Die überbordende Spielfreude der Künstler riss auch die Presse zu Begeisterungsstürmen hin: „Zusammen sind Bobby McFerrin und Chick Corea allerdings nur eines – unglaublich gut!“, meinte die Recklinghäuser Zeitung.

Einfallsreichtum und explosives Temperament ließ auch der Kubaner Gonzalo Rubalcaba aufblitzen, als er im Trio mit Matthew Brewer (Bass) und Marcus Gilmore (Drums) in der Henrichshütte Hattingen gastierte. „Jeder Ton wird zu einer eigenen Welt“ überschrieb die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Besprechung dieses nuancenreichen Abends.

Die Schlusstakte des Klavier-Festivals Ruhr 2012 gehören am Samstag, 14. Juli Deutschlands führendem Jazz-Trompeter Till Brönner, der mit seinen „piano friends“ Vladislav Sendecki und Jacky Terrasson in der Mercatorhalle Duisburg auftreten wird. Der beim Klavier-Festival Ruhr 2012 bereits am 5. Juni in der Essener Lichtburg umjubelte Jacky Terrasson sprang dabei für den terminlich verhinderten Joe Sample ein. Wie in vorherigen Ausgaben dieses Klavier-Festival Ruhr eigenen Formats wird Brönner dabei als Moderator durch den Abend führen.